Cyrtocara moorii  BOULENGER, 1902

Cyrtocara moorii Männchen Cyrtocara moorii Weibchen
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Syn./Handelsnamen

Haplochromis moorii, Malawi Buckelkopf, Malawi Delphin
 

Gruppe

Utaka
 

Gattung

Cyrtocara      Artenliste der Gattung Cyrtocara
 

Verbreitung

Malawi Malawi, Mosambik Mosambik, Tansania Tansania
Malawisee und Malombesee: Obgleich er seeweit verbreitet ist, ist er sehr selten anzutreffen.
 

Lebensraum/Biotop

Cyrtocara moorii hängt sich an einen der großen Taeniolethrinops praeorbitalis oder auch Fossachromis rostratus an, die beim Fressen sehr viel Sand aufwühlen, in dem sich fressbare Partikel befinden, und verteidigt diesen Wirt als sein bewegliches Revier. Er kommt häufig im Sandbiotop in seichten Regionen außerhalb von Sandstränden in geschützten Buchten mit ruhigem Wasser in einer Tiefe von 3 bis 15 m vor.
 

Größe

  20 cm
  - bleiben etwas kleiner
Exemplare von 20 und mehr cm sind absolut selten und werden hauptsächlich im Malombesee angetroffen.
Im Aquarium kann diese Art auch bis zu 25 cm groß werden, jedoch wachsen diese Fische sehr langsam. So kann es bis zu 2 Jahre dauern, bis eine Länge von 10 cm erreicht wird. Danach ist das Wachstum noch langsamer.
 

Unterscheidung

Die Männchen tragen eine spitz ausgezogene Rückenflosse, die bei den Weibchen eher abgerundet ist. Den Stirnbuckel wird nicht nur vom Männchen sondern auch von den weiblichen Tieren mit zunehmendem Alter ausgebildet.
 

Ernährung

Er ernährt sich von fressbaren Organismen und kleinen Wirbellosen, die aus dem aufgewirbelten Sand herausgefiltert werden.
 

Ablaichverhalten

Alle im Malawisee endemisch (= nur dort vorkommend) lebenden Cichliden sind maternale (= im weiblichen Geschlecht/mütterliche) agame Maulbrüter. Agam bedeutet, dass keine dauerhafte Paarbildung bzw. Partnerbindung zwischen den Geschlechtspartnern besteht. Die Paarbildung ist lediglich auf den Zeitraum des gemeinsamen Ablaichens beschränkt. Die Brutzeit beträgt bei Malawi-Cichliden etwa drei Wochen. Danach werden die bereits vollkommen entwickelten Jungfische aus dem Maul des Weibchens entlassen.
Es wird kein Revier verteidigt. Das Ablaichen findet über Sand statt, ohne dass ein Nest gebaut wird. Die Eier werden außerhalb des Mauls des Weibchen befruchtet. Ein Gelege kann, je nach Größe des Weibchens, aus 20 bis 90! Eiern bestehen. Nach drei Wochen werden die rund 1 cm Jungfische zum ersten Mal aus dem Maul des Muttertieres entlassen, welches bei Gefahr und zur Nacht wieder aufgesucht wird. Die jungen dunkel-silber gefärbten Fische haben erstaunlicherweise eine orange-gelbe Afterflosse. Diese Farbe verschwindet jedoch nach einiger Zeit. Ab einer Größe von etwa 4 cm nehmen sie langsam die blaue Farbe an.
 

Besonderheiten

Cyrtocara moorii zählt zu den ältesten Arten den Malawisees. Bei dominanter Stellung ist seine Farbe dunkelblau.
Wenn er keinem Wirtstier folgt oder einem anderen Verfolger der Wirtstiere untergeordnet ist, hat er ein aus drei dunklen Flecken bestehendes Farbmuster. Dieses Muster tritt im Aquarium bei Unwohlsein ebenfalls auf.

Aquariumgröße

Beckenlänge ab 200 cm, Beckenvolumen ab 700 Liter
 

Haltung

1 Männchen zu 1 bis 2 Weibchen oder bei entsprechenden Becken 3 bis 6 Weibchen
 

Futtergruppe

K      Informationen über Futter
 

Vergesellschaftung

Er zeigt sich gegenüber anderen Arten nicht aggressiv und sollte auch nicht mit sehr aggressiven Arten zusammengehalten werden.
Wird diese Art in einer Gruppe von einem Männchen mit drei bis sechs Weibchen gehalten, so wird man seine Freude daran haben, wie diese in einem Schwarm durch das Becken zieht. Zuviele Felsaufbauten dürfen den Schwimmraum natürlich nicht einengen. Da in seinem natürlichen Lebensraum teilweise Vallisnerien vorkommen, die nicht von ihm gefressen werden, können die Seiten- und Rückwände mit diesen Pflanzen gestaltet werden. Vor diesem Hintergrund kommen die Fische noch besser zur Geltung.
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