Copadichromis borleyi (Kadango)  ILES, 1960

Copadichromis borleyi Kadango Männchen Copadichromis borleyi Kadango Weibchen
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Syn./Handelsnamen

Haplochromis Borleyi, Haplochromis Goldfin, Haplochromis Kadango Red Fin, Haplochromis Red Kadango, Haplochromis Borleyi Redfin
 

Gruppe

Utaka
 

Gattung

Copadichromis      Artenliste der Gattung Copadichromis
 

Verbreitung

Malawi Malawi, Mosambik Mosambik, Tansania Tansania
Malawisee: Copadichromis borleyi kommt bis auf Likoma Island und Chizumulu Island überall im Malawisee vor. Am Taiwan Reef und Lingajala Reef ist er ebenfalls anzutreffen. Da diese Art sehr sesshaft ist, konnten sich viele geographische Variationen herausbilden.
Die hier gezeigte Population kommt nur an einem kleinen Riff vor, welches sich nördlich von Kadango befindet.
 

Lebensraum/Biotop

Felsbiotop, Felsküsten; Die Population bei Kadango kommt in einer Tiefe von 5 m mit Felsriffen auf Sandboden vor.
 

Größe

  15 cm
  13 cm
Im Aquarium können diese Fische noch größer werden.
 

Unterscheidung

Die Weibchen der hier beschriebenen Population unterscheiden sich durch ihren silber-grauen Körper, der bei entsprechender Beleuchtung bläulich schimmern kann, mit den roten unpaaren Flossen deutlich von den Männchen. Die typischen Punkte auf den Flanken sind bei der hier beschriebenen und einigen anderen Populationen im Südostarm des Sees nur bei Jungfischen vorhanden.
Jungfische zeigen ebenfalls die roten Färbungen in den Flossen wie die Weibchen.
 

Ernährung

Copadichromis borleyi ernährt sich im offenen Wasser von Zooplankton.
 

Ablaichverhalten

Alle im Malawisee endemisch (= nur dort vorkommend) lebenden Cichliden sind maternale (= im weiblichen Geschlecht/mütterliche) agame Maulbrüter. Agam bedeutet, dass keine dauerhafte Paarbildung bzw. Partnerbindung zwischen den Geschlechtspartnern besteht. Die Paarbildung ist lediglich auf den Zeitraum des gemeinsamen Ablaichens beschränkt. Die Brutzeit beträgt bei Malawi-Cichliden etwa drei Wochen. Danach werden die bereits vollkommen entwickelten Jungfische aus dem Maul des Weibchens entlassen.
Copadichromis borleyi brütet zu verschiedenen Jahreszeiten. Männchen verteidigen Reviere an großen Felsbrocken. Zum Schutz vor Laichräubern findet das Ablaichen, welches sich manchmal auch kopfüber vollziehen kann, vor einem senkrechten Felsblock oder unter einem Felsvorsprung statt. Die aus dem Maul des Weibchens entlassenen Jungfische zeigen das Muster aus drei Punkten und die gelb bis orange-roten unpaarigen Flossen. Bei jungen oder kleinen Weibchen besteht das Gelege meist aus nur 15 bis 30 Eiern. Bei großen Weibchen kann das Gelege aus bis zu 60 Eiern bestehen. Bei häufig ablaichenden Weibchen fällt das Gelege jedoch kleiner aus.
 

Besonderheiten

Höchstwahrscheinlich bedingt durch die ständige Trübung des Wassers bei Kadango und Cocodile Rocks bauen diese Populationen, völlig untypisch für Utaka, auf Felsen eine Laichgrube aus Sand, um sich vor dem dunklen Hintergrund besser abzuheben und dadurch von laichbereiten Weibchen besser gefunden zu werden. Dieses Verhalten kann auch im Aquarium beobachtet werden.
Ähnliche Arten kommen bei Crocodile Rocks sowie am Luwala Reef und Chimwalani Reef vor.
Die Männchen der Population bei Crocodile Rocks haben jedoch einen roten Saum an der Afterflosse und etwas dunklere Weibchen, bei denen die drei Punkte auf den Flanken zu erkennen sind.
Die Männchen der Populationen am Luwala Reef und Chimwalani Reef haben gold-gelbe Flanken und die Weibchen zeigen gold-gelbe unpaare Flossen. Daher wurde diese Art auch als "Goldfin" bezeichnet.

Aquariumgröße

Beckenlänge ab 150 cm, Beckenvolumen ab 450 Liter
 

Haltung

1 Männchen zu 3 Weibchen oder bei entsprechend großen Becken mehrere Männchen mit jeweils drei Weibchen
Bei der Haltung von weniger als 4 Tieren in einem Aquarium fühlt sich diese Art unwohl und zieht sich zurück.
Da diese Art sehr empfindlich auf hohe Nitrit- und Nitratwerte reagiert, ist ein regelmäßiger Wasserwechsel unerlässlich.
 

Futtergruppe

K      Informationen über Futter
Damit diese Art die prächtigen Farben bildet und sich wohlfühlt, ist eine abwechslungsreiche Ernährung notwendig. Diese kann aus Frostfutter wie weißen und schwarzen Mückenlarven, Artemia, Cyclops oder Mysis bestehen. Lebend- und Trockenfutter wird ebenfalls gerne genommen.
 

Vergesellschaftung

Die leichte innerartliche Aggressivität wird anderen Arten gegenüber nicht gezeigt. Er sollte auch nicht mit sehr aggressiven Arten zusammengehalten werden.
Werden mehrere Männchen in einem Becken gehalten, sollte für jedes Exemplar ein Steinaufbau mit einer Schieferplatte als Versteckmöglichkeit vorhanden sein.
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