Pseudotropheus saulosi  KONINGS, 1990

Pseudotropheus saulosi Männchen Pseudotropheus saulosi Weibchen
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Syn./Handelsnamen

Pseudotropheus Saulosi Korall, Pseudotropheus sp. "Taiwan", Saulos's Mbuna
 

Gruppe

Mbuna
 

Gattung

Pseudotropheus      Artenliste der Gattung Pseudotropheus
 

Verbreitung

Mosambik Mosambik
Malawisee: Taiwan Reef, ein kleines Unterwasserriff, ca. 10 km nordwestlich von Chizumulu (Chisumulu) Island
 

Lebensraum/Biotop

sedimentfreier Felsbiotop, in Tiefen von 5 - 25 Metern mit starker Strömung
 

Größe

  -   8,6 cm
  -   7,6 cm
 

Unterscheidung

Jungtiere und Weibchen haben eine einheitlich goldgelbe bis orange Grundfärbung mit meist schwach angedeuteten dunklen Querstreifen. Männchen haben eine mittelblaue Grundfärbung mit 6 dunkelblau-schwarzen Querstreifen und einen großen Eifleck auf der Afterflosse.
 

Ernährung

Er zupft lockeres Material (z.B. Kieselalgen) aus dem Algenaufwuchs. Die darin enthaltenen Mikroorganismen und Wirbellose stellen die lebensnotwendige Proteinquelle dar.
 

Ablaichverhalten

Alle im Malawisee endemisch (= nur dort vorkommend) lebenden Cichliden sind maternale (= im weiblichen Geschlecht/mütterliche) agame Maulbrüter. Agam bedeutet, dass keine dauerhafte Paarbildung bzw. Partnerbindung zwischen den Geschlechtspartnern besteht. Die Paarbildung ist lediglich auf den Zeitraum des gemeinsamen Ablaichens beschränkt. Die Brutzeit beträgt bei Malawi-Cichliden etwa drei Wochen. Danach werden die bereits vollkommen entwickelten Jungfische aus dem Maul des Weibchens entlassen.
  Männchen verteidigen Reviere von ca. 2 Meter im Durchmesser auf großen Felsblöcken gegen Artgenossen, was ziemlich groß für einen so kleinen Cichliden ist. Dorthin werden paarungsbereite Weibchen gelockt. Das Ablaichen findet in einer Kuhle auf dem Felsen oder auf dem Sandboden statt. Das Gelege umfasst je nach Größe des Weibchens 10 bis 25 Eier. Aus dem Maul entlassene Jungfische zeigen bereits die leuchtend orange Färbung.
Ab ca. 4 cm (nach 4 bis 6 Monaten) färben die Männchen um. Ab ca. 5 cm wird die Geschlechtsreife erreicht.
 

Besonderheiten

Weibliche Tiere und nicht umgefärbte Männchen ohne Revier ziehen in Schulen von bis zu 50 Tieren auf Nahrungssuche durch den Felsbiotop.
Im Aquarium können vor allem ältere und größere Weibchen, wenn kein Männchen vorhanden ist oder wenn sie maulbrütend sind, die Färbung der Männchen annehmen.

Aquariumgröße

Aufgrund ihrer geringen Größe lassen sie sich in Aquarien ab 160 Liter halten. Kleinere Becken bieten nicht den nötigen Schwimmraum. Für größere Gruppen mit mehreren Männchen werden wesentlich größere Aquarien benötigt.
 

Einrichtung

Entsprechend dem natürlichen Lebensraum ist das Aquarium mit Felsaufbauten und zahlreichen Versteckmöglichkeiten einzurichten.
Pflanzen haben bei dieser Art nur eine geringe Überlebenschance.
 

Haltung

Aufgrund der innerartlichen Aggression sollte eine Gruppe von einem Männchen und mindestens 3 oder besser 4 Weibchen gepflegt werden.
Werden mehrere Männchen in einem Aquarium gehalten, zeigen die subdominanten Männchen lediglich blasse Farbe oder Färben erst gar nicht um.
Zwischen Männchen und dem Weibchen besteht keine Partnerbindung. Männliche Fische sind ständig sexuell aktiv und balzen jedes Weibchen an. Sie dulden nur laichbereite Weibchen in ihrem Revier, alle anderen werden vertrieben. Da ein Aquarium jedoch immer nur begrenzte Ausweichmöglichkeiten zur Verfügung stellen kann, können die unterlegenen Weibchen nicht flüchten.
Damit einzelne Weibchen im Aquarium nicht dem ständigen Vertreibungsstress ausgesetzt isnd, sollten immer folgende Maßnahmen getroffen werden:
  • niemals 1 Männchen mit nur 1 Weibchen einer Art in einem Aquarium halten
  • die Größe des Aquariums ist so zu bemessen, das jedem Fisch ausreichend Raum zur Verfügung steht
  • möglichst unterschiedliche Arten in einem Aquarium halten, wodurch aggressive Männchen abgelenkt sind und so die Häufigkeit von aggressiven Vertreibungen abnimmt
  • bei der Haltung von Mbunas und anderen sehr aggressiven Buntbarschen Steinaufbauten bis möglichst unter die Wasseroberfläche auftürmen, so dass zahlreiche Spalten, Nischen und Hohlräume unterschiedlicher Größe entstehen, die als Versteckmöglichkeiten und Zufluchtsstätten, Laich- und Bruthöhlen, Sichtbarrieren sowie zur Abgrenzung von Revieren benutzt werden können

Futtergruppe

L      Informationen über Futter
  • Um einer Verfettung mit negativen gesundheitlichen Problemen vorzubeugen, sind Aufwuchs fressende Arten äußerst sparsam zu füttern.

Vergesellschaftung

Pseudotropheus saulosi ist am besten mit anderen kleinbleibenden Mbunas mit ebenfalls nur mäßigem Aggressionspotential zu vergesellschaften. Diese sollten jedoch anders gefärbt sein.
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