Syn./Handelsnamen |
Gelbstreifen-Schmalbarsch, Pseudotropheus Dinghani, Pseudotropheus sp. "Elongatus Dinghani", Pseudotropheus elongatus sp. "Dinghani"
Der latainische Wort flavus bedeutet "der Blonde".
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Gruppe |
Mbuna
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Gattung |
Pseudotropheus Artenliste der Gattung Pseudotropheus
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Verbreitung |
Malawi
Malawisee: Chinyankwazi Island und Chinyamwezi Reef, einem Felsriff zwischen der Halbinsel Nankhumba und Chinyamwezi Island
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Lebensraum/Biotop |
Sedimentfreier Felsbiotop in der Nähe von kleinen bis mittelgroßen Steinen an der Insel Chinyankwazi in Tiefen von 7 - 20 Metern und am tiefer leigenden Chinyamwezi Reef in Tiefen von 35 Metern. Das Wasser an diesen sehr weit vom Festland entfernten Fundorten ist sehr klar.
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Größe |
- 8,5 cm
- 8,0 cm
Bei nicht artgerechter Fütterung können sie leicht bis zu 13 cm groß und sehr unförmig werden.
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Unterscheidung |
Pseudotropheus flavus ist wie alle zum Elongaus-Komplex gehörenden Cichliden durch den für diese Art typischen schlanken länglichen Körper gekennzeichnet. Die Männchen sind leuchtend-gelb mit schwarzen bis schwarz-braunen Bändern. Bei der Revierverteidigung und beim anbalzen der Weibchen werden die Farben des Männchens wesentlich kräftiger und leuchtender. Die Grundfärbung der Weibchen ist eher dunkel gelb-braun.
Sofern sich die Weibchen sicher fühlen, können sie die gleiche gelbe Färbung wie die Männchen annehmen.
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Ernährung |
Die Nahrung dieser Art besteht vorwiegend aus Phyto- und Zooplankton im offenen Wasser. In großen Schulen ziehen sie dabei ca. 1 Meter über dem Substrat. Lediglich territoriale Männchen suchen ihr Futter im Aufwuchs der Felsen innerhalb ihrer Reviere, welche sehr stark veteidigt werden. Dies tuen sie aber, wie alle zum Elongatus-Komplex gehörenden Arten, auf sehr uneffiziente Weise. Sie picken lediglich lockeres Material von Algensträngen ab.
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Ablaichverhalten |
Alle im Malawisee endemisch (= nur dort vorkommend) lebenden Cichliden sind maternale (= im weiblichen Geschlecht/mütterliche) agame Maulbrüter. Agam bedeutet, dass keine dauerhafte Paarbildung bzw. Partnerbindung zwischen den Geschlechtspartnern besteht. Die Paarbildung ist lediglich auf den Zeitraum des gemeinsamen Ablaichens beschränkt. Die Brutzeit beträgt bei Malawi-Cichliden etwa drei Wochen. Danach werden die bereits vollkommen entwickelten Jungfische aus dem Maul des Weibchens entlassen.
Paarungsbereite Flavus-Männchen verteidigen Höhlen gegenüber Eindringlingen, auch gegenüber solchen, die doppelt so groß sind. Bei dichten Populationen beträgt der Abstand der Höhlenreviere nur etwa 1 Meter.
Je nach Größe des Weibchen besteht das Gelege um die 30 Eier. Bereits ab ca. 2 cm können die Männchen erste gelbe Farbpigmente zeigen. Nach ca. 5 Monaten, ab ca. 5 cm Länge, wird die volle Ausfärbung und auch die Geschlechtsreife erreicht.
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Besonderheiten |
Da Pseudotropheus flavus zum Pseudotropheus elongatus-Komplex gehört, wurde er ursprünglich als Pseudotropheus elongatus sp. "Dinghani" (Ribbink ua. 1983) bezeichnet. Wissenschaftlichen Untersuchungen durch belegten aber lediglich eine Verwandtschaft zum Elongatus-Komplex, so dass er als eigene Art eingestuft wurde Stauffer (1988).
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Aquariumgröße |
Aufgrund der Revierbeanspruchung sollte diese Art in Auqarien mit einer Länge von mindestens 120 cm gehalten werden.
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Einrichtung |
Für diese Art ist es erforderlich, dass die gesamte Rückwand so mit Steinaufbauten bis unter die Wasseroberfläche ausgestattet wird, dass zahlreiche Versteckmöglichkeiten und Sichtbarrieren für unterlegene Tiere entstehen.
Robuste Pflanzen, welche die Wasserwerte vertragen, können auch eingesetzt werden. Sie werden kaum beachtet.
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Verhalten |
innerartlich: aggressiv
Gegenüber anderen Cichliden ist er recht durchsetzungsfähig und leicht aggressiv.
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Haltung |
Aufgrund der innerartlichen Aggression sollte eine Gruppe von einem Männchen und mindestens 3 oder besser 4 Weibchen gepflegt werden.
Zwischen Männchen und dem Weibchen besteht keine Partnerbindung. Männliche Fische sind ständig sexuell aktiv und balzen jedes Weibchen an. Sie dulden nur laichbereite Weibchen in ihrem Revier, alle anderen werden vertrieben. Da ein Aquarium jedoch immer nur begrenzte Ausweichmöglichkeiten zur Verfügung stellen kann, können die unterlegenen Weibchen nicht flüchten.
Damit einzelne Weibchen im Aquarium nicht dem ständigen Vertreibungsstress ausgesetzt isnd, sollten immer folgende Maßnahmen getroffen werden:
- niemals 1 Männchen mit nur 1 Weibchen einer Art in einem Aquarium halten
- die Größe des Aquariums ist so zu bemessen, das jedem Fisch ausreichend Raum zur Verfügung steht
- möglichst unterschiedliche Arten in einem Aquarium halten, wodurch aggressive Männchen abgelenkt sind und so die Häufigkeit von aggressiven Vertreibungen abnimmt
- bei der Haltung von Mbunas und anderen sehr aggressiven Buntbarschen Steinaufbauten bis möglichst unter die Wasseroberfläche auftürmen, so dass zahlreiche Spalten, Nischen und Hohlräume unterschiedlicher Größe entstehen, die als Versteckmöglichkeiten und Zufluchtsstätten, Laich- und Bruthöhlen, Sichtbarrieren sowie zur Abgrenzung von Revieren benutzt werden können
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Futtergruppe |
L Informationen über Futter
- Um einer Verfettung mit negativen gesundheitlichen Problemen vorzubeugen, sind Aufwuchs fressende Arten äußerst sparsam zu füttern.
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Vergesellschaftung |
Pseudotropheus flavus ist mit seiner interessanten Färbung eine Bereicherung für jedes Mbuna-Gemeinschaftsbecken. Dort kann er anderen robusten Arten wie z.B. Cynotilapia, Gephyrochromis, Labeotropheus, Labidochromis, Melanochromis, Metriaclima bzw. Maylandia, Petrotilapia, Pseudotropheus (außer weiteren aus dem Elongatus-Komplex), Tropheops, usw. vergesellschaftet werden. |