Syn./Handelsnamen |
Maylandia estherae, Roter Zebra, Zebra Metangula, Pseudotropheus estherae, Pseudotropheus Zebra, Esther Grant's Zebra
Metriaclima bedeutet mäßig ansteigend. Gemeint ist hier das für diese Art das typische leichtere Ansteigen des Profils vom Kopf/Maul zur Rückenpartie im Gegensatz zu Pseudotropheus.
Mit dem Artnamen "estherae" ehrte Konings Esther Grant, die Frau des Buntbarsch-Exporteurs Stuart Grant.
Mit dem Gattungsnamen "Maylandia" wurde Hans Mayland, Autor zahlreicher Publikationen über Aquariumfische geehrt.
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Gruppe |
Mbuna
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Gattung |
Metriaclima Artenliste der Gattung Metriaclima
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Verbreitung |
Malawi, Mosambik
Malawisee: Dieser Mbuna kommt nur an der Ostküste des Sees vor. Man findet ihn in Mosambik am Chilucha Reef bei Metangula und entlang der Festlandküste von Metangula bis Meluluca, am Minos Reef und am Nkhungu Reef sowie bei Gome in Malawi.
Die hier gezeigte Variante stammt vom Minos Reef, einem der Ortschaft Meluluca vorgelagertem kleinen Riff an der Ostküste in Mosambik.
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Lebensraum/Biotop |
sedimentfreier Felsbiotop, bei Minos Reef und Nkhungu Reef auch in der Übergangszone, meist in 5 m Tiefe
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Größe |
- 11 cm
- 10 cm
Bei nicht artgerechter Fütterung können sie leicht bis zu 14 cm groß und sehr unförmig werden!
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Unterscheidung |
Metriaclima estherae ist nicht gebändert. Die Männchen sind in der Regel hell-blau und die Weibchen beige bis braun. Sie zählen jedoch zu den polychromatischen Arten, denn von beiden Geschlechtern gibt es zusätzlich eine Orange-Farbmorphe (O-Morphe) und eine Orange-Farbmorphe mit schwarzen Flecken (OB-Morphe - Orange-Blotched).
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Die nur am Minos Reef gelegentlich vorkommenden Männchen mit der hellrosa Färbung (1% laut Konings) stellen die O-Morphe dieser Art dar. Diese werden beim Balzen schneeweiß.
OB-Männchen (Orange Blotched), sogenannte Marmalade-Cats, sind äußerst selten (0,1% laut Konings). Mit diesen wurden orange-rote Männchen herausgezüchtet, die im Malawisee so noch nicht gesehen wurden oder sie konnten unter den vielen orange-roten Weibchen nicht erkannt werden.
Am Minos Reef lassen sich nur Weibchen der O- oder OB-Morphe finden. Die orange-rote Färbung der O-Morphe-Weibchen ist am Minos Reef am intensivsten. O- und OB-Weibchen kommen an den anderen Fundorten ebenfalls vor, wenn auch nicht so zahlreich und nicht in dieser Farbintensität. Das hängt höchstwahrscheinlich mit den purpurroten Algen zusammen, die am Minos Reef zur Regenzeit wachsen.
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Ernährung |
Aufwuchsfresser: Algen werden vom Aufwuchs der Felsen gefressen. Zur Planktonblüte ziehen aber auch große Schulen dieser Art durchs offene Wasser um davon zu fressen.
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Ablaichverhalten |
Alle im Malawisee endemisch (= nur dort vorkommend) lebenden Cichliden sind maternale (= im weiblichen Geschlecht/mütterliche) agame Maulbrüter. Agam bedeutet, dass keine dauerhafte Paarbildung bzw. Partnerbindung zwischen den Geschlechtspartnern besteht. Die Paarbildung ist lediglich auf den Zeitraum des gemeinsamen Ablaichens beschränkt. Die Brutzeit beträgt bei Malawi-Cichliden etwa drei Wochen. Danach werden die bereits vollkommen entwickelten Jungfische aus dem Maul des Weibchens entlassen.
Höhlen oder Mulden vor Felsen oder flache Felsen selbst werden als Laichplätze von den Männchen verteidigt. Weibchen werden außerhalb der Laichplätze angebalzt und dann dorthin zum Ablaichen geführt.
Maulbrütende Weibchen verstecken sich nicht und schwimmen zwischen den anderen Tieren. Die etwa 20 - 30 Jungen werden zwischen Steinen freigesetzt. Ab ca. 5 cm erreichen die Jungtiere ihre Geschlechtsreife.
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Besonderheiten |
Die weiß-rosa Männchen sind unter Mbunas einzigartig.
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Aquariumgröße |
Aufgrund der Revierbeanspruchung sollte diese Art in Auqarien mit einer Länge von mindestens 120 cm gehalten werden.
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Einrichtung |
Für diese Art ist es erforderlich, dass die gesamte Rückwand so mit Steinaufbauten bis unter die Wasseroberfläche ausgestattet wird, dass zahlreiche Versteckmöglichkeiten und Sichtbarrieren für unterlegene Tiere entstehen.
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Verhalten |
innerartlich: aggressiv
Gegenüber anderen Cichliden ist er recht durchsetzungsfähig und leicht aggressiv.
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Haltung |
Aufgrund der innerartlichen Aggression sollte eine Gruppe von einem Männchen und mindestens 3 oder besser 4 Weibchen gepflegt werden.
Zwischen Männchen und dem Weibchen besteht keine Partnerbindung. Männliche Fische sind ständig sexuell aktiv und balzen jedes Weibchen an. Sie dulden nur laichbereite Weibchen in ihrem Revier, alle anderen werden vertrieben. Da ein Aquarium jedoch immer nur begrenzte Ausweichmöglichkeiten zur Verfügung stellen kann, können die unterlegenen Weibchen nicht flüchten.
Damit einzelne Weibchen im Aquarium nicht dem ständigen Vertreibungsstress ausgesetzt isnd, sollten immer folgende Maßnahmen getroffen werden:
- niemals 1 Männchen mit nur 1 Weibchen einer Art in einem Aquarium halten
- die Größe des Aquariums ist so zu bemessen, das jedem Fisch ausreichend Raum zur Verfügung steht
- möglichst unterschiedliche Arten in einem Aquarium halten, wodurch aggressive Männchen abgelenkt sind und so die Häufigkeit von aggressiven Vertreibungen abnimmt
- bei der Haltung von Mbunas und anderen sehr aggressiven Buntbarschen Steinaufbauten bis möglichst unter die Wasseroberfläche auftürmen, so dass zahlreiche Spalten, Nischen und Hohlräume unterschiedlicher Größe entstehen, die als Versteckmöglichkeiten und Zufluchtsstätten, Laich- und Bruthöhlen, Sichtbarrieren sowie zur Abgrenzung von Revieren benutzt werden können
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Futtergruppe |
L Informationen über Futter
- Um einer Verfettung mit negativen gesundheitlichen Problemen vorzubeugen, sind Aufwuchs fressende Arten äußerst sparsam zu füttern.
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Vergesellschaftung |
Metriaclima estherae sollte zusammen mit anderen Mbunas gehalten werden, jedoch nicht mit ähnlichen Arten wie z.B. Metriaclima callainos.
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Besatzvorschlag |
Zusammen mit z.B. Pseudotropheus socolofi und Cynotilapia afra erhält man eine harmonsiche Gemeinschaft. |