Syn./Handelsnamen |
Für die verschiedenen Standortvarianten von Aulonocara stuartgranti gibt es sehr viele unterschiedliche Bezeichnungen und Fantasienamen. Eine abschließende Aufzählung kann daher nicht gelingen. Die am häufigsten anzutreffenden Namen sind:
Aulonocara hansbaenschi, Aulonocara steveni, Aulonocara Red Flush, Aulonocara Chilumba (für blaue Varianten), Aulonocara Usisya bzw. Usisya Kaiserbuntbarsch und Aulonocara Blue Neon (für gelbe Varianten)
In Deutschland werden Aulonocaras auch als Kaiserbuntbarsche bezeichnet.
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Gruppe |
Nicht-Mbuna (Utaka)
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Gattung |
Aulonocara Artenliste der Gattung Aulonocara
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Verbreitung |
Malawi
Malawisee: Die hier beschriebene Standortvariante kommt an der Küste von Chitimba Bay vor.
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Lebensraum/Biotop |
in der flachen Übergangszone in ca. 5 Meter Tiefe
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Größe |
9 - 10 cm
7 - 8 cm
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Unterscheidung |
Nur die ausgewachsenen Männchen zeigen das schöne metallisch schimmernde Farbkleid mit dem rot-orangenen Band hinter dem Kopf.
Die weiblichen Tiere sind graubraun.
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Ernährung |
Die Nahrung besteht aus im Sand lebenden kleinen Wirbellosen wie Insektenlarven und Krebstierchen.
Wie bei allen Aulonocaras wird die Beute mit Hilfe der vergrößerten Sinnesgruben am Kopf lokalisiert. Dazu schwebt der Fisch einige Milimeter über dem Substrat, ohne auch nur eine Flosse zu bewegen. Er wartet, bis die geringste Bewegung eines versteckten wirbellosen Tieres von seinem empfindlichen Höhrorgan wahrgenommen wird. Dann sichert ihm ein plötzlicher Biß in den Sand die Beute im Maul.
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Ablaichverhalten |
Alle im Malawisee endemisch (= nur dort vorkommend) lebenden Cichliden sind maternale (= im weiblichen Geschlecht/mütterliche) agame Maulbrüter. Agam bedeutet, dass keine dauerhafte Paarbildung bzw. Partnerbindung zwischen den Geschlechtspartnern besteht. Die Paarbildung ist lediglich auf den Zeitraum des gemeinsamen Ablaichens beschränkt. Die Brutzeit beträgt bei Malawi-Cichliden etwa drei Wochen. Danach werden die bereits vollkommen entwickelten Jungfische aus dem Maul des Weibchens entlassen.
Die Männchen verteidigen Reviere unter oder zwischen Felsen, vorzugsweise unter überhängenden Felsen auf Sand. Große Höhlen können mehrere Männchen beherbergen. Die Weibchen stehen in kleinen Gruppen bewegungslos über Sand zwischen den Revieren der Männchen. Das Ablaichen findet im verteidigten Revier über Sand statt.
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Besonderheiten |
Aulonocara stuartgranti kommt an der gesamten Nordwestküste zwischen Ngara und der Insel Kande sowie entlang der Ostküste zwischen dem Fluß Ruhuhu in Tansania und Makanjila Point in Malawi vor. Die Männchen unterscheiden sich je nach Herkunftsgebiet in der Brutfärbung von blau bis gelb hinweg über Zwischenfarben.
Diese Standortvariante, die in der Bucht vor Chitimba in Malawi die seichte Übergangszone in etwa 5 m Tiefe bewohnt, wurde von Alfred Maulana (einem Tauchgruppenleiter von Stuart Grant, dem bekannten Fischexporteur) entdeckt. Daher stammt der Handelsname Aulonocara stuartgranti (Maulana).
In der selben Bucht an einer tiefer gelegenen Stelle, etwa 2,5 km außerhalb der Küste, nur durch einen 2 km breiten Sandstreifen getrennt und wo der Biotop aus Sandsteinschichten besteht, lebt eine weitere Population, der das goldgelbe Band hinter dem Kopf völlig fehlt. Diese trägt den Handelsnamen Aulonocara stuartgranti (Chitimba-Maisoni). |
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Aquariumgröße |
Beckenlänge ab 100 cm, Beckenvolumen ab 200 Liter
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Haltung |
1 Männchen zu 2 bis 3 Weibchen
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Futtergruppe |
K Informationen über Futter
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Vergesellschaftung |
Aulonocara stuartgranti ist aufgrund seiner Farbenpracht sowie seines ruhigen Verhaltens für jedes NonMbuna-Aquarium zu empfehlen. Die Vergesellschaftung mit aggressiven oder hektischen Mitbewohnern ist nicht zu empfehlen, da der Kaiserbuntbarsch sonst sehr scheu werden kann.
Die Becken sind mit sandigem Bodengrund und einigen Felsaufbauten auszustatten. Beim Aufbau ist darauf zu achten, dass ausreichend Höhlen als Revier oder Verstecke entstehen.
Pflanzen und Pflanzentriebe werden von ihm nicht gefressen, jedoch ist ihm nicht zuviel Schwimmraum durch zu üppige Bepflanzung zu nehmen.
Bei der Vergesellschaftung von mehreren Aulonocara-Arten ist darauf zu achten, dass keine Arten der selben Gruppe in einem Becken gepflegt werden, da es ansonsten schnell zu Kreuzungen kommt.
Vergesellschaftung von Aulonocaras |