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Regelmäßiger Wasserwechsel ist für jeden Aquarianer oberste Pflicht!
Eine gute Wasserqualität ist Grundvoraussetzung für die Gesundheit von Fischen. Viele Probleme in der Aquaristik sind auf zu geringe Wasserwechsel zurückzuführen. Selbst die besten Filter können Schadstoffe im Wasser nicht abbauen. Filter dienen lediglich als Ansiedlungsfläche für die wichtigen Bakterienkulturen, welche für die nötige Nitrifikation sorgen.
In der Zeit nach einem Wasserwechsel steigen die Konzentrationen von Giftstoffen, Bakterien und Krankheitserregern wie Parasiten, Pilzen und Keimen, welche in jedem Aquarium vorhanden sind, drastisch an.
Das bei der Nitrifikation entstehende Nitrat steigt ebenfalls in hohem Maße an, da in den meisten Cichlidenbecken nur wenige Pflanzen existieren, die dieses aufnehmen könnten. Durch einen Teilwasserwechsel werden nicht nur diese Stoffe und Organismen erheblich reduziert, sondern dem Aquariumwasser auch Calcium und Spurenelemente zugeführt.
Die Werte des Frischwassers sollten jedoch bekannt sein, da es in einigen Gebieten bereits recht hohe Nitratwerte enthält. Auch mit Schwermetallen wie Kupfer oder anderen giftigen Substanzen wie Chlor kann das Leitungswasser bereits belastet sein.
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| Intervall und Menge |
Ein kleiner Wasserwechsel wirkt sich so gut wie gar nicht auf die Qualität des Aquariumwassers aus. Ein Nitratwert (NO3) von z.B. 35 mg/ltr lässt sich auf ein erträgliches Maß von 15 mg/ltr senken, indem 66% des Wassers ausgewechselt werden, bei einem Nitratgehalt von 5 mg/ltr des Frischwassers, was einen üblichen Leitungswasserwert darstellt. Die Werte des Frischwassers erhält man bei den örtlichen Wasserversorgern oder man misst sie selbst.
Schlagartige Änderungen der Wasserwerte, die durch zu große Wasserwechsel entstehen, lösen bei Fischen immer Stress aus. Daher sollte der Teilwasserwechsel wöchentlich in einer Größenordnung von 30 - 50% erfolgen. Noch schonender für unsere Cichliden wäre ein täglicher Wasserwechsel von 10% oder ein permanenter Austausch ca. 0,5% pro Stunde durch ein automatisiertes Verfahren.
Bei begründetem Verdacht auf eine starke Belastung des Aquariumwassers mit Giften oder Krankheitserregern darf auch das gesamte Aquariumwasser gegen Frischwasser ausgetauscht werden. Die Fische erfreuen sich dann einer besseren Wasserqualität und werden den Stress bald vergessen haben.
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| Vorsichtsmaßnahmen! |
Zuerst müssen alle elektrischen Geräte im Becken vom Stromnetz getrennt werden. Dadurch ist gewährleistet, dass Pumpen, die ohne Wasser laufen, nicht zerstört werden und Heizungen durch Überhitzung nicht platzen, was zu höchster Lebensgefahr führen kann, da die stromführenden Teile dann mit dem Wasser in Kontakt kommen.
Vorsichtshalber sollte vor dem Becken eine alte Decke oder eine Plastikfolie ausgelegt werden, um den teuren Teppich nicht zu ruinieren.
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| Wasserentnahme |
Zur Wasserentnahme wird ein Rohrbogen über den Beckenrand gehängt, an dessen äußerem Ende ein Schlauch befestigt ist, der in einem Eimer, im Garten oder in einen Abfluss mündet. Damit kleine Fische nicht mit abgesaugt werden und größere Fische sich nicht verletzen, ist vor dem Bogen ein Ansaugkorb anzubringen. Mit der Länge von einem Stück Schlauch zwischen Bogen und Ansaugkorb lässt sich die zu entnehmende Wassermenge genau einstellen. Um Erkrankungen durch einen kräftigen Schluck Aquariumwasser vorzubeugen, sollte eine Ansaughilfe aus dem Fachhandel benutzt werden.
In der Wachstumsperiode unserer Zimmer-, Balkon- und Gartenpflanzen steht mit Aquariumwasser ein sehr guter Dünger zur Verfügung. Topfpflanzen, die nur weiches Wasser vertragen, sollten mit dem mittelharten Aquariumwasser nur sehr vorsichtig gedüngt werden.
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| Wasser Marsch! |
An Orten, wo für unsere Cichliden geeignetes Wasser direkt vom Wasserwerk geliefert wird, darf sich der Aquarianer glücklich schätzen und das Leitungswasser unter Berücksichtigung der richtigen Wassertemperatur direkt ins Becken laufen lassen. Der Temperaturunterschied sollte dabei aber nicht mehr als 3 Grad betragen. Dazu schließt man einfach den Schlauch an die Mischbatterie am Waschbecken oder an der Spüle an, nachdem man dort die richtige Temperatur eingestellt hat.
Kommt aus der Leitung jedoch eher ungeeignetes Wasser, ist dieses auf die richtigen Wasserwerte zu bringen. Wird dies unter Verwendung von Wasserzusätzen in Pulverform realisiert, sollte man die entsprechende Substanz in einem Eimer auflösen und dann ins Becken gießen. Ein auf den Boden des Aquariums gestellter Teller verhindert dabei ein Aufwühlen des Bodengrundes. Eine andere Methode, das aufbereitete Wasser ins Becken einzubringen, ist die Verwendung einer kleinen Teichpumpe, wie sie in Baumärkten erhältlich ist. Bei der Anschaffung ist jedoch auf die Wassersäule zu achten, die meistens in mWS (Meter Wassersäule) angegeben ist. Sie sollte immer höher sein als der Höhenunterschied vom Boden des Gefäßes bis zur Aquariumoberkante.
Ist das Leitungswasser nachweislich mit Schwermetallen oder Chlor belastet, ist ein Wasseraufbereiter zu verwenden, der diese schädlichen Stoffe bindet. Meistens enthalten diese Zusätze auch noch Vitamine und/oder Stoffe zur Pflege der Schleimhäute. Diese Zusätze wirken also nur positiv.
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