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Vor 350 bis 400 Millionen Jahren entwickelten sich die Fische zu dominierenden Lebensformen in Meeres- und Süßwasser- lebensräumen. Im Gegensatz zum Meereslebensraum gibt es hinsichtlich der Wasserwerte die unterschiedlichsten Süßwasserbiotope. Je nach Herkunft hat jedes natürliche Wasser seine ganz eigene und individuelle Beschaffenheit. Die Lebewesen darin mussten sich daher bei der Entwicklung ihrer Anatomie an die verschiedensten Gewässergegebenheiten anpassen. Daher ist es notwendig, im Aquarium die Wasserverhältnisse entsprechend der natürlichen Lebensräume der Fische nachzubilden. Sie danken es uns mit mehr Vitalität und einer höheren Lebenserwartung.
Aquarien unterliegen als kleine Ökosysteme den gleichen Gesetzmäßigkeiten wie in der freien Natur. Da sie jedoch im Verhältnis zu natürlichen Gewässern sehr klein sind und der Fischbesatz relativ hoch ist, sammeln sich Schadstoffe in hohem Maße an. Die Keimbelastung steigt auf Grund des eingeschränkten Wasservolumens in diesem Mini-Ökosystem um ein Vielfaches höher an als in der Natur und bewirkt eine extrem starke Belastung für deren Bewohner. Da die Lebensqualität für die Lebewesen im Wasser zum größten Teil von der Wasserqualität abhängt, hat der Aquarianer also regulierend einzugreifen, um sie aufrecht zu halten.
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| Wasserqualität |
Neben den bekannten Elementen Wasserstoff (H) zu zwei Teilen und Sauerstoff (O) zu einem Teil (H2O) beinhaltet Wasser weitere Stoffe wie z.B. Mineralien, Spurenelemente, Kohlenstoffe und Eiweiße. Schlechte Wasserqualität liegt nicht nur dann vor, wenn zu viele Schadstoffe wie Ammonium, Ammoniak, Nitrit, Nitrat, Phosphat, Kupfer und/oder Mineralien in zu hoher Dosierung vorhanden sind, sondern auch, wenn das Aquariumwasser die falschen Werte für die gehaltenen Fische aufweist.
Daher sollte das Aquarienwasser regelmäßig überprüft und ggf. eingestellt werden.
Zahlreiche Vermehrung unserer Fische muss übrigens nicht unbedingt ein Zeichen von guten Haltungsbedingungen sein. Oftmals versuchen die Fische lediglich, die verminderte Lebenserwartung bei schlechter Wasserqualität durch eine höhere Vermehrungsrate auszugleichen, um auf diese Weise ein Aussterben ihrer Art vorzubeugen.
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| Leitungswasser |
In der Regel werden Aquarien mit unbehandeltem Leitungswasser befüllt. Auch wenn die Flüssigkeit aus der Leitung über Trinkwasserqualität verfügt, kann ein Risiko für die Aquarienbewohner nicht ausgeschlossen werden. Die für Menschen geltenden Grenzwerte für Chlor, Nitrat, Phosphat und Schwermetalle gelten nicht für Fische. Diese Stoffe können im Aquarium auch bei geringeren Dosierungen zu erheblichen Problemen führen. Vor allem in Gegenden, in denen das Leitungswasser nicht für die Zubereitung von Babynahrung geeignet ist, ist äußerste Vorsicht geboten.
Leitungswasserwerte sind nicht nur regional sehr unterschiedlich, sondern können auch jahreszeitlich bedingten Schwankungen unterliegen. Auch werden von den Wasserwerken hin und wieder Belastungstests durchgeführt, um einen Ausfall eines Werkes zu simulieren. Dann wird das Wasser von einem anderen Wasserwerk geliefert und kann völlig andere Wasserwerte haben.
Neue Leitungsrohre, Wasserboiler und Durchlauferhitzer können das Leitungswasser mit Kupfer oder anderen Schwermetallen anreichern, was zu Vergiftungen bei den Fischen führen kann.
Leitungswasser sollte aus all diesen Gründen nicht blindlinks vertraut werden. Informationen des betreffenden Wasserwerkes z. B. aus dem Internet, die aber oftmals veraltet sind, und regelmäßige Kontrollen gehören zur notwendigen Vorsorge.
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| Fazit |
Die Qualität des Wassers als Lebenselement der Fische ist entscheidend für Gesundheit und Wohlbefinden der Tiere. Aber auch das Gedeihen von Pflanzen und Mikroorganismen hängt direkt von der Wasserqualität ab. Nur wenn die Wasserqualität stimmt, fühlen sich die Fische wohl.
Da es sich bei unseren Aquarien nicht um einen natürlichen Lebensraum, sondern nur um eine Nachbildung handelt, müssen wir mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln darauf achten, dass der Lebensraum Aquarium im biologischen Gleichgewicht bleibt.
Je größer das Biotop ist, desto geringer wirken sich Änderungen als Störfaktor aus. Dementsprechend gilt, je größer das Wasservolumen des Beckens, umso leichter ist es das Gleichgewicht zu halten (Wasser wirkt wie ein Puffer). Die Schwankungen in einzelnen Bereichen kann ein großes Becken, z.B. 1000 Liter, sehr viel leichter abfedern als ein 60-Liter-Becken.
In einem Gewässer wie dem Malawisee sind die Wasserwerte absolut stabil, da es über einen riesigen Puffer verfügt, der kaum aus dem Gleichgewicht gebracht werden kann. Da kein Aquarium über einen Puffer wie der Malawisee verfügt, müssen wir um so mehr Zeit und Mühe darauf verwenden, die Wasserwerte so gut wie möglich an die Idealwerte heranzubringen und konstant zu halten.
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Wasserqualität einhalten
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Regelmäßige Kontrollen der Werte Ammoniak, Nitrit, Nitrat, pH, KH, GH und Temperatur
Regelmäßige Information über das Leitungswasser
Zeitweilige Kontrolle von Phosphat, Kupfer, Eisen
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