Einsetzen von Cichliden in das Aquarium

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Fische leiden beim Transport und beim Umsetzen immer unter Stress. Dieser sollte immer so gering wie möglich gehalten werden, denn durch Streß wird das Immunsystem der Fische geschwächt, wodurch leicht Krankheiten ausbrechen können.

Starke Änderungen der Wasserwerte wirken sich sehr nachteilig auf die Schleimhaut und Oberhaut der Fische aus. Sind diese Hautschichten beschädigt, können sehr leicht Krankheitserreger in den Fisch eindringen.

Um die Fische schonend an die neuen Wasserwerte zu gewöhnen, werden sie mitsamt dem Transportwasser vorsichtig in einen Eimer, eine kleine Wanne oder ein anderes geeignetes Gefäß eingebracht. Diese Gefäße dürfen aber auf keinen Fall mit Rückständen von Reinigungsmitteln belastet sein. Daher sind neue Gefäße vorzuziehen, die aber auch noch mit klarem Wasser ausgespült werden müssen. Auch Versteckmöglichkeiten wie Lochsteine, Blumentöpfe oder ähnliches sollten sich in dem Gefäß befinden, damit die Fische sich Ruhe finden können. Desweiteren ist nun darauf zu achten, dass noch wenigstens Platz für die zwei- bis dreifache Wassermenge im Gefäß ist.

Über einen dünnen Schlauch wie z.B. einen Luftschlauch, dessen Durchmesser mit einer Schlauchklemme verringert wird, lässt man nun das Wasser aus dem Aquarium in das Gefäß tröpfeln. Dieser Vorgang sollte sich langsam bis zu einer Stunde hinziehen. Durch das tropfende Wasser wird die Wasseroberfläche bewegt, wodurch auch genügend Sauerstoff in den Behälter gelangt. Ein an einer Membranpumpe angeschlossener Ausströmerstein sorgt während des Vorgangs für zusätzlichen Sauerstoff und eine gute Umwälzung des Wassers.

Wenn der Behälter nun mit unserem Aquariumwasser gefüllt ist, lässt man den Fischen noch ca. 30 Minuten Zeit, um sich vollends an die neuen Wasserwerte zu gewöhnen. Dann wird der Schlauch entfernt, etwas Wasser abgegossen und die Fische mit einem Kescher herausgefangen. So gelangt kein mit eventuellen Krankheitserregern und Keimen verseuchtes Wasser in unser Aquarium, was bei der Methode mit einem Becher oder Glas, was für die Fische schonender wäre, zwangsläufig passieren würde.

Vor dem Einsetzen sollten die bereits vorhandenen Cichliden mit Futter abgelenkt werden, damit die neuen etwas mehr Ruhe haben. Auch das Licht muss ausgeschaltet werden. So gewöhnen sich die neuen Fische leichter ein.

Vorsicht bei Transportzeiten von mehr als 2 Stunden!
Wenn Fische länger als 2 Stunden transportiert werden, wird das Wasser sehr stark durch organische Abfälle belastet, was zu einer Anreicherung von Ammoniak führt. Die Fische verbrauchen den vorhandenen Sauerstoff und produzieren so CO2 Kohlendioxid). Durch das CO2 als Säurebildner sinkt der ph-Wert, wodurch das Ammoniak keinen Schaden bei den Fischen anrichten kann.
Daher ist nach langen Transportzeiten stets der ph-Wert zu überprüfen. Liegt dieser unter 7, ist äußerste Vorsicht geboten.

Durch Zufuhr von Sauerstoff steigt der ph-Wert wieder an und es kommt zum Ammoniumschock, einer tödlichen Vergiftung. Daher sind die Fische mit dem Transportwasser äußerst vorsichtig in unser Umgewöhnungsgefäß zu geben. Das frische Wasser darf auch nicht auf die Oberfläche tropfen, was bekanntermaßen zu einer Sauerstoffzufuhr führt, sondern muss unter der Wasseroberfläche zugeführt werden. So wird der Ammoniak-Anteil im Wasser langsam verringert, ohne das es zum Schock kommt.

Sollte es einem Fisch trotz dieser behutsamen Vorgehenseise jedoch zusehends schlechter gehen, ist dieser herauszufangen und sofort in Frischwasser zu setzen.

Vorsicht bei neuen Fischen!
Damit sich unsere bereits vorhandenen Fische nicht von einem neu erworbenen kranken Fisch anstecken, wäre es am besten, sofern die Möglichkeit besteht, neue Fische für vier bis sechs Wochen in einem separaten Quarantänebecken zu halten und zu beobachten. Das gilt auch für transportgeschädigte Fische, bei denen Verletzungen, Taumelbewegungen oder andere Auffälligkeiten erkennbar sind.

Zeigen sich nach der Quarantänezeit keinerlei Krankheitssymptome, steht dem Einzug in unser Aquarium nichts mehr im Wege.

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