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Aufgrund der begrenzten Wassermenge mit einer relativ hohen organischen Belastung eines Aquariums ist die Belastung durch Keime immer deutlich höher als in natürlichen Gewässern. Selbst bei geringem Besatz und optimaler Filterung ist sie wesentlich höher ist als in der Natur. Das führt zu einer extremen Beanspruchung und damit einhergehender Schwächung des Immunsystems der Aquarienfische und birgt die ernste Gefahr, dass sie schneller erkranken. Im Dauereinsatz reduziert ein UV-C-Filter die Anzahl der schädlichen Mikroben deutlich und hält sie auf einem konstant niedrigen Niveau. Er sollte jedoch nur unterstützend zu einem intakten Aquarium eingesetzt werden, um das Aquarienmilieu den natürlichen Biotopverhältnissen anzugleichen.
Bei vermehrtem Algenwachstum oder häufigen Erkrankungen der Fische sind zuerst die Ursachen zu finden und abzustellen. |
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| Wie arbeitet ein UV-C-Filter? |
Um die keimtötende Eigenschaft der UV-Strahlung nutzbar zu machen, wurden Quecksilberdampf-Gasentladungslampen (Quecksilber - Niederdrucklampen) entwickelt, die aufgrund der physikalischen Eigenschaften des Quecksilbers ultraviolettes Licht mit einer Wellenlänge von 254 nm erzeugen. Heute kommen überwiegend Röhren von DeBary und Philips als Plasma-Strahler mit einer Wellenlänge von 254 nm in der Aquaristik mit 5, 9, 10, 11, 15 und 18 Watt zur Anwendung. Strahler mit höherer Leistung finden sich eher in Zucht- und Großanlagen, Krankenhausbereichen und Wasserwerken.
Die UV-Röhren befinden sich in der Mitte der Geräte und können auf diese Weise das vorbeiströmende Wasser, welches über eine separate Pumpe oder im Kreislauf eines Aquarienfilters durch den Zylinder geleitet wird, rundum bestrahlen. Die hohe ultraviolette Energie des UV-Lichts bewirkt dabei einen Wechsel der chemischen Bindung der DNS von Mikroorganismen wie Bakterien, Parasiten, Viren, Hefen und Pilzen, wodurch sie absterben. Schwebealgen werden ebenfalls beeinträchtigt und verklumpen. Auch wird ein Teil der Algensporen dabei vernichtet, wodurch das Algenwachstum gehemmt wird. In die Zellstruktur größerer Fischparasiten kann die Wellenlänge von 254 nm nicht eindringen.
Je länger sich das Wasser im Entkeimungsgerät befindet, desto länger wird es bestrahlt, wodurch ein höherer Entkeimungsgrad erreicht wird. Der Wirkungsbereich der UV-Lampen liegt aber lediglich im Millimeterbereich, da die Wassermoleküle die Strahlungsenergie aufnehmen und in Wärme umwandeln.
Eine Überdosierung ist ausgeschlossen, da Wasser die UV-Strahlen weder speichern noch transportieren kann.
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| Wann darf ein UV-C-Filter nicht eingesetzt werden? |
Bei Aquarien in der Einlaufphase darf dieser Filter nicht eingesetzt werden, da sich die nützlichen Bakterien wie Nitrosomonas und Nitrobacter noch zum großen Teil im freien Wasser befinden und somit abgetötet würden, bevor sie sich irgendwo ansiedeln können. Der Einsatz eines UV-C-Gerätes setzt also ein funktionierendes biologisches Filtersystem voraus.
In einem intakten System wird lediglich ein Teil der frei im Wasser schwebenden Bakterien vom UV-Filter erfasst, die auf der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz sind und sich den UV-Klärer mal näher ansehen wollen. Das bedeutet jedoch keine nennenswerten Nachteile für das Aquarium, da die substratgebundenen Nitrifikations-Bakterien im Filter, am Bodengrund, auf Einrichtungsgegenständen usw. nicht bestrahlt werden.
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| Auswirkungen auf Fische |
Da sich im Aquarium ständig neue Bakterien bilden und deren Vermehrung und Wachstum dort nicht beeinträchtigt wird, dient der UV-C-Filter lediglich zu deren Reduzierung.
Eine Entkeimung des Aquarienwassers zu 100% ist durch UV-Wasserklärung nicht möglich. Es werden maximale (theoretische) Entkeimungsgrade von 98% angegeben. Somit bleibt durch die im Wasser verbleibenden Keime und Krankheitserreger die Antikörperproduktion der Fische erhalten. Da das Immunsystem der Fische einer wesentlich geringeren Belastung ausgesetzt ist, sind die Fische viel kräftiger und sind so viel besser vor Krankheiten geschützt.
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| Auswirkungen auf den Filter |
Durch die permanente Vernichtung von Organismen, steigen die organischen Abfälle an.
Da sich die Bakterien erst auf diese erhöhte zu nitrifizierende Stickstoffmenge einstellen müssen, können die Werte von Ammoniak, Ammonium und Nitrit zeitweilig stark ansteigen.
Daher muss bei Neueinsatz des Gerätes täglich gemessen werden und bei erhöhten Werten sofort ein Wasserwechsel durchgeführt werden. Im Dauerbetrieb kommt es nicht zu erhöhten Werten, da sich die Nitrifikations-Bakterien entsprechend dem erhöhten Nahrungsangebot angepasst und vermehrt haben.
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| Was ist zu beachten? |
Wenn man die UV-C-Filter nicht verdunkeln kann, sollten sie ein lichtundurchlässiges Gehäuse haben, da sie im Betrieb sehr hell leuchten und es so für die Fische nie Nacht werden würde.
Nach etwa 11 bis 12 Monaten haben die UV-Röhren ihre Effektivität an UV-Strahlung verloren und sind auszutauschen.
Sie sollen auch nur im Dauereinsatz betrieben werden. Intervallbetrieb verkürzt die Lebensdauer der UV-Strahler erheblich. Des Weiteren wirkt sich Intervallbetrieb sehr schädlich auf die Wasserqualität aus, denn so können sich die Bakterien (s.o.) nicht anpassen.
Der Mehrverbrauch an Strom ist relativ gering, da der Filter im Betrieb das Wasser erwärmt und somit den Heizstab entlastet.
Selbst bei Einsatz eines extrem starken UV-C-Filters wird die Keimbelastung nicht die niedrigen Werte erreichen, wie sie in natürlichen Gewässern vorzufinden sind. Daher kann der UV-Entkeimer eigentlich nicht überdimensioniert werden, müsste man nicht auf die Erwärmung des hindurchfließenden Wassers achten, was im Sommer bei zu starken Geräten zu Temperaturproblemen führen kann.
UV-C-Strahlen sollen Chelatoren (z.B. Huminsäuren, Fulvinsäuren) zerstören. Chelatoren sind dafür verantwortlich, dass Pflanzennährstoffe gelöst werden und so von den Pflanzen aufgenommen werden können. Daher ist bei Einsatz eines Entkeimungsgerätes und sofern festgestellt wird, dass die Pflanzen nicht mehr wachsen oder Mangelerscheinungen zeigen, täglich etwas zu düngen oder das künstliche Chelat Ethylendiamintetraacetatdinatriumsalz (EDTA) dem Wasser hinzuzufügen. |
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